Augen lasern Risiken & Gefahren - Pallas Kliniken

Risiken bei einer Augenlaser-OP

Wie bei allen medizinischen Eingriffen ist ein Restrisiko nie ganz ausgeschlossen. Die Komplikationsrate liegt aber weit unter einem Prozent.

Wer die folgenden drei Empfehlungen berücksichtigt, senkt das Restrisiko auf ein Minimum.

1. Empfehlung

Die Wahl der richtigen Klinik

Die wichtigsten Faktoren für die Auswahl der Augenklinik sind Qualifikation und Erfahrung des behandelnden Arztes. Die Ausbildung zum Spezialarzt für Refraktive Chirurgie findet nicht im Rahmen der normalen augenärztlichen Ausbildung statt. Bei den spezialisierten Ausbildungswegen gibt es grosse Unterschiede in Bezug auf die Qualität der Ausbildner und der Technologie. Bezüglich Erfahrung gilt: Je mehr Augenlaseroperationen, desto besser. Die Klinik sollte zudem über alle modernen Lasertechnologien verfügen, damit der Facharzt die Möglichkeit hat, aus allen Methoden die geeignetste zu wählen. Ebenfalls sollte man sich einen persönlichen Eindruck verschaffen, indem man an Informationsveranstaltungen teilnimmt oder ein Beratungsgespräch in Anspruch nimmt. Darin muss der Facharzt dem Patienten sämtliche Abläufe von der Voruntersuchung, über die Laserbehandlung oder Implantatchirurgie bis zur Nachuntersuchung erläutern. Auf dieser Grundlage befinden der Arzt und der Patient gemeinsam über die geeignetste Methode. Empfehlungen bereits behandelter Patienten sind ebenfalls hilfreich.

Im Idealfall hat die Augenklinik den Status einer Ausbildungsklinik, was in vielen Fällen nur Universitätskliniken vorbehalten ist. Dies attestiert den höchstmöglichen Standard im Bereich der Augenheilkunde.

2. Empfehlung

Die Voruntersuchungen

Damit der Facharzt eine individuell abgestimmte Methode auswählen kann, ist eine präzise Voruntersuchung zwingend. Ein ausgebildeter Optometrist überprüft mit einer Reihe von Tests die Fehlsichtigkeit und Beschaffenheit des Auges. Dazu gehören die Messung der Hornhautdicke und des Augeninnendrucks, die Vermessung der Augenlänge, die Ermittlung des Pupillendurchmessers unter verschiedenen Lichtverhältnissen und viele weitere Faktoren. Im Falle einer Alterssichtigkeit werden zudem mit Kontaktlinsen diverse Sehlösungen über eine Laufzeit von mehreren Wochen simuliert, damit gemeinsam mit dem Kunden die geeignetste Methode gewählt und angewendet werden kann.

3. Empfehlung

Die richtige Behandlungsmethode

Erst dann entscheidet der behandelnde Arzt anhand der medizinischen Voruntersuchung und der Ein- oder Ausschlusskriterien darüber, ob ein Eingriff möglich und sinnvoll ist. Falls ja, gilt es den Patienten darüber zu informieren, welche OP-Techniken in Frage kommen und welches die geeignete Methode für ihre Ausgangslage und individuellen Bedürfnisse ist. Dieses Beratungs- und Aufklärungsgespräch dient in erster Linie dazu, im Einvernehmen mit dem Patienten die jeweils sicherste und für ihn beste Behandlungsmethode auszuwählen.

Sehkorrekturen mit dem Laser, wie z.B. Femto-LASIK, TransPRK, Lasek oder PRK, kommen bei Fehlsichtigkeiten bis acht Dioptrien, Hornhautverkrümmungen und einer Weitsichtigkeit bis vier Dioptrien zum Einsatz. Bei einer höheren Fehlsichtigkeit, zu dünnen Hornhaut oder einem beginnenden Grauen Star kommen Kunstlinsen zum Einsatz.

Kostenersparnis als Risikofaktor

Eine Augenlaserkorrektur, wie z.B. Femto-LASIK, TransPRK, Lasek oder PRK, wird von den Krankenkassen nicht bezahlt. Wer also viel Wert auf einen möglichst niedrigen Preis legt, sucht oftmals als Erstreaktion nach Anbietern im Ausland. Die Qualität der Laser sowie die Erfahrung der Ärzte sind in vielen ausländischen Kliniken ausgezeichnet. Probleme entstehen aber oft bei dem Beratungsgespräch mit dem behandelnden Arzt sowie bei der mittel- bis langfristigen Nachbetreuung, die im Falle einer Auslandsbehandlung oft nicht hinreichend erfolgen kann, da sich der Patient bereits wieder in der Schweiz befindet, aber nicht über eine ausreichende Behandlungsdokumentation verfügt. Auch ist das Risiko von Missverständnissen aufgrund der Sprachbarriere oftmals erhöht . Der gesamte Behandlungsprozess von Beratungsgespräch, Voruntersuchung, OP und Nachkontrolle findet im Ausland in der Regel innerhalb von einem bis drei Tagen statt. Ein Zeitraum, der oftmals keine seriöse Vorabklärung und Untersuchung erlaubt. In der Schweiz erstreckt sich dieser Prozess unter Umständen über zwei bis drei Monate. Nicht wenige dieser Ausland-Abenteuer führen zu Problemen, die anschliessend in einer Schweizer Augenklinik behoben werden müssen. Aber auch in der Schweiz gibt es Risiken: Bei Kliniken, die mit «Dumpingpreisen» arbeiten besteht die Gefahr, dass gerade wegen dieser Preispolitik die Beratungsqualität und Nachbetreuung zu kurz kommt.

Aufgrund der sinkenden Margen könnten refraktive Eingriffe auch in der Grauzone der Behandelbarkeit durchgeführt werden. Die meisten Komplikationen entstehen im Falle einer zu dünnen Hornhaut. Dies führt zu einer Gewebeschwächung und einer zunehmenden Hornhautverkrümmung. Die Folge sind eine irreguläre Hornhaut und eine verlorene Sehkraft, was eine Hornhauttransplantation notwendig macht. Auch unpräzise Schnitte aufgrund einer zu wenig detaillierten OP-Vorbereitung bergen Risiken. Fazit: Eine vermeintlich günstige Augenlaser-OP kann Patienten teuer zu stehen kommen.