Sehtest

Sehtest

Beim Sehtest wird die Sehschärfe mittels Sehtafeln überprüft. Man muss entweder in die Ferne (5 bis 6 Meter Entfernung) oder im Leseabstand (ca. 33 cm) Zahlen oder Zeichen erkennen. Das Ergebnis zeigt, ob man ohne Brille eine normale Sehschärfe erreicht. Falls das nicht gelingt, liegt in der Regel ein Sehfehler vor. In diesem Fall besteht das Ziel darin, mit der Anpassung von Brille oder Kontaktlinsen eine normale Sehschärfe zu erreichen. Ist dies nicht möglich, so liegt eine Erkrankung oder angeborene Schwäche des Auges vor.

Unter Sehschärfe versteht man die maximale Fähigkeit des Netzhautzentrums (Makula), zwei Punkte mit hohem Kontrastunterschied (schwarz zu weiss) noch getrennt unterscheiden zu können. Oder praxisnäher beschrieben: Beim Sehtest soll ein schwarzes Zeichen auf weissem Hintergrund von einem anderen unterschieden werden können. Dazu werden Sehtafeln, auf denen Zahlen, E-Haken oder die für genaue Prüfungen (z.B. Führerscheinsehtest) vorgeschriebenen Landoltringe abgebildet sind, verwendet.

Je kleiner das erkannte Zeichen, desto besser ist die Sehschärfe, respektive wie der Fachbegriff lautet, der Visus. 1,0 entspricht dabei vereinfacht 100% und somit normalem Sehvermögen. 0,5 entspricht demgemäss nur 50% Sehvermögen.

Je nach Indikation wird die Sehschärfe im Falle einer Fehlsichtigkeit mit und ohne Sehhilfe bestimmt. Damit der Arzt die passende Korrektur schnell einstellen und verändern kann, arbeitet er mit einem sogenannten Phorpter. Dieses Gerät ähnelt einer überdimensionierten Brille, bei der die Brillengläser durch den Augenarzt nach Belieben verändert werden können. Schrittweise wird er zusammen mit Ihnen versuchen, die Korrektur zu finden, bei der Sie auch sehr kleine Zeichen auf der projizierten Tafel gut und scharf erkennen können.