Handchirurgie

Die Handchirurgie ist eine chirurgische Spezialdisziplin. Behandelt werden Handverletzungen, Verletzungsfolgen oder Krankheiten, welche die Hände oder die peripheren Nerven betreffen.

Fakten zur Handchirurgie

Anerkannter Ausbildungstitel seit 2008, vorher Schwerpunktstitel seit 1992. Ca 150 Handchirurgen in der Schweiz.

  • Bei 40% aller in einer Notfallstation behandelten Unfallpatienten ist die Hand betroffen.
  • Die Hand besteht aus 27 Knochen, 36 Gelenken und 39 Muskeln und Sehnen und ist ein mechanisches Meisterwerk.

Häufigste Erkrankungen und Eingriffe

Karpaltunnelsyndrom:

  • Einengung eines Handnerven über dem Handgelenk
  • Die Finger schlafen Nachts ein
  • Austrahlende Schmerzen bis zum Teil in die Schulter
  • Eine Operation ist zwingend, um Nervenschaden zu verhindern
  • Ist der weltweit häufigste operative Eingriff

Schnellender Finger:

  • Blockieren und schnellen des Fingers bei verdickter und entzündeter Sehnenscheide
  • Therapie mit Kortisonspritze oder mit einer Ringbandspaltung

Morbus Dupuytren:

Morbus Dupuytren sind Erkrankungen des unter der Haut liegenden Gewebes in der Hohlhand mit neu entstehenden Narbensträngen, welche zu einem krummen nicht mehr voll beweglichen Finger führen. Eine Operation ist im Moment die einzige Therapiemöglichkeit um Fingerfunktion wieder herzustellen. Eine zusätzliche Nachbehandlung trägt wesentlich zum Therapieerfolg bei.

Arthrose der Fingergelenke:

Wann drängt sich eine Behandlung auf? Ist ein Gelenksersatz notwendig? Welche Möglichkeiten gibt es heute? Nicht alles was möglich ist, ist auch sinnvoll. Die am häufigsten auftretende Erkrankung ist die Daumensattelgelenksarthrose. Die Behandlungsmöglichkeiten hierfür sind sehr gut (ohne Kunstgelenk) und versprechen ein bleibendes, gutes Resultat.