Risikoeinschätzung

Das Risiko bei einer Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) oder einer Teilnarkose (Regionalanästhesie) ist heute dank sorgfältiger Planung und Durchführung der Anästhesie sowie hochentwickelten Überwachungsmöglichkeiten und raschen Therapiemöglichkeiten sehr gering. 

Das Komplikationsrisiko ist wesentlich vom Gesundheitszustand des Patienten abhängig. Erkrankungen und Beeinträchtigungen lebenswichtiger Organsysteme, z.B. der Atmungsorgane und der Kreislauforgane, können mit einem erhöhten Risiko verbunden sein.

Vor einer Anästhesie befragt Sie deshalb Ihre Anästhesieärztin oder Ihr Anästhesiearzt detailliert zu Ihrem Gesundheitszustand. Krankheiten und Verletzungen, frühere Operationen und Anästhesien, Dauermedikationen und Allergien geben wichtige Grundlagen zur Risikoeinschätzung. Die Befragung wird durch eine gezielte körperliche Untersuchung und gegebenenfalls weiterführende Abklärungen ergänzt. Diese können Laboruntersuchungen, EKG (Herzstromkurve) oder ein Röntgenbild des Brustkorbes sein, welche Zusatzinformationen über den Zustand von Herz und Lungen geben.

Im ärztlichen Gespräch wird mit Ihnen das zu erwartende Anästhesierisiko und das auf Sie zugeschnittene beste Anästhesieverfahren genau erörtert. Falls bei Ihnen eine ernsthafte Vorerkrankung besteht, werden je nach Dringlichkeit des Eingriffes weiterführende Abklärungen durchgeführt. Dies hat den Zweck, ein sinnvolles Verhältnis zwischen dem Risiko von Anästhesiekomplikationen einerseits und dem Nutzen von Anästhesie und operativem Eingriff andererseits zu erreichen.

Bei der Auswahl der Anästhesie werden wir Ihren Gesundheitszustand, Ihren Wunsch und die vorgesehene Operation berücksichtigen.

Für alle möglichen Komplikationen ist unser Anästhesieteam aber bestens gewappnet und jederzeit für Sie da. Die Gefahr schwerer Nebenwirkungen oder bleibender Schäden ist sehr gering. Bei uns sind Sie in guten Händen und jederzeit bestens umsorgt.