Urologie

Die Urologie betrifft Frau und Mann und befasst sich mit Erkrankungen der Nieren, der Harnleiter, Blase, Harnröhre, der männlichen Genitale und der Prostata.

Bei Krankheitssymptomen wie Schmerzen im Hodenbereich, einer unmöglichen Blasenentleerung trotz Drang und bei Verletzungen im Genitalbereich muss möglichst rasch ein Urologe aufgesucht werden. Doch auch auf den ersten Blick weniger dramatische Symptome wie Blut im Urin, Schmerzen beim Wasserlassen, Ausfluss aus der Harnröhre oder Juckreiz im Genitalbereich erfordern einen Arztbesuch.

Bei einem unwillkürlichen Urinverlust oder immer wiederkehrenden Blaseninfektionen kann der Urologe ebenfalls Klarheit und Abhilfe schaffen. Generell wird allen Männern spätestens ab dem 50. Lebensjahr eine regelmässige Überprüfung der Prostata empfohlen.

Die Behandlungsgebiete der Urologie sind:

  • Urologische Krebs-Früherkennung wie z.B. Prostatakarzinom, Nieren-, Harnleiter-, Blasen-, Harnröhren- sowie Penis- und Hodentumorabklärung und deren operativen sowie konservativen Behandlungen
  • Steindiagnostik und -Therapie (z.B. radiologische Diagnostik und Zertrümmerung)
  • Impotenzdiagnostik und -Therapie, Einsetzen von Penisprothesen
  • Kinderwunschabklärung
  • Familienplanung (z.B. Sterilisation durch "No Scalpel"-Vasektomie, Refertilisation und mikroskopische Post-Vasektomie-Spermauntersuchung)
  • Andrologie und Unfruchtbarkeitsabklärungen 
  • Kinderurologische Erkrankungen und ihre konservativen und operativen Behandlungen
  • Inkontinenzabklärung bei Männern und Frauen (Blasendruck- und Harnflussmessungen)
  • Operative Behandlungen von Inkontinenz bei Männern und Frauen (z.B. TVT, Inkontinenzprothese bei Männern)
  • Operative Korrektur von angeborenen oder erworbenen Penisverkrümmungen
  • Spezifisch-urologische Infektionsdiagnostik und Therapie
  • Ultraschalluntersuchung der Nieren, Nebennieren, Milz, Leber, Galle, Blase, Prostata und Genitalien
  • Farb-Doppler-Untersuchungen bei Durchblutungsstörungen im Uro-Genitalbereich
  • Kamera-unterstützte Blasenspiegelung
  • Röntgenuntersuchung von Harnröhre, Blase, Harnleiter und Niere im Röntgen-Institut Rodiag, Olten
  • Sterilisation

Ein Eingriff, der in den Bereich Urologie fällt, ist die Sterilisation des Mannes durch Samenleiterunterbindung (Vasektomie). Diese ist die sicherste Methode der Empfängnisverhütung.

In der Klinik Pallas wird die sogenannte „No Scalpel“-Vasektomie angewendet. Dabei wird kein Skalpell verwendet, sondern mit einem Spezialinstrument wird ein kleines Hautloch geschaffen und ein Teil des Samenleiters wird durch dieses Hautloch vor die Haut gezogen. Ein ca. 1 cm langes Samenleiterstück wird herausgeschnitten, die beiden offenen Samenleiterenden werden abgebunden und zusätzlich verödet. Diese besondere Technik ist sicher, unblutig, dauert maximal nur 20 Minuten und bedarf keiner Hautnähte mehr.

Wer körperlich bei seiner Arbeit nicht besonderen Aufwand betreiben muss, ist anschliessend wieder arbeitsfähig und muss keine Freitage einplanen. Körperlich anstrengende Arbeit und sportliche Aktivitäten sollten für ca. 3 Tage gemieden werden. Auf die sexuelle Lust (Libido) und Potenz hat die Operation keinerlei negative Auswirkungen.