Pallas Kliniken
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Haarerkrankungen

Haarerkrankungen können vielerlei Gestalt annehmen. Übersteigerter Haarwuchs und Haarverlust, aber auch trockenes und dünnes Haar können Symptome unterschiedlicher medizinischer Ursachen sein. Die Hautärzte und Spezialisten der Pallas Kliniken finden für Ihre Bedürfnisse die beste Behandlung.

Haarerkrankungen im Überblick

  Symptome   Ursachen  

Haarausfall 

Kahle Haut an einst behaarten Stellen  

Hormonell / genetisch, Lebensstil, Pilze / Entzündungen  

Dünnes / trockenes Haar  Dünnes Haar, strohige / trockene Haare

Mangelzustände des Körpers, hormonell, Schilddrüsenerkrankung, Stress, Übersäuerung, aggressive Pflege         

Übersteigerter Haarwuchs 

Frauen haben an für Männer üblichen Stellen Haare (Hirsutismus)      

Generalisierte vermehre Behaarung (Hypertrichose)  

Hormonell, genetisch  
Entzündliche Erkrankungen der Kopfhaut    Verletzungen und Vernarbungen der Kopfhaut   Bakterien- / Pilzinfektion, chemische oder physische Verletzungen  
   Behandlung  Ergebnis
 Haarausfall

 pharmakologisch, psychologisch, Haartransplantation   

 Reduzierung / Ausmerzen der kahlen Stellen
 Dünnes / trockenes Haar

 pharmakologisch, Umstellung der auslösenden Faktoren, Haarverdichtung   

 Gesunde Haarpracht
 Übersteigerter Haarwuchs

 Medikamentös, mechanisch (Epilieren, Waxing), Lasertherapie

 Rückgang der Behaarung, komplette Enthaarung an den gewünschten Stellen
Entzündliche Erkrankungen der Kopfhaut

 Lokal oder mit Tabletten (systemisch)

 Rückbildung der Entzündung, Verhinderung der Vernarbung

 

Haarausfall (Alopezie) – welche Arten von Haarausfall gibt es und welche Ursachen haben sie?

Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)

Der kreisrunde Haarausfall zeigt sich in Form von runden oder ovalen haarlosen Körperstellen, die normalerweise behaart sind. Häufig betroffen sind das Kopfhaar und der Bart bei Männern, aber auch an allen andren behaarten Stellen des Körpers kann die Alopecia areata auftreten. Die meisten Betroffenen entwickeln die Symptome zwischen dem 20. Und 40. Lebensjahr.

Die Ursachen für den Haarverlust sind noch nicht vollständig geklärt. Experten gehen von einer Autoimmunerkrankung aus, die auf eine genetische Disposition zurückgeht. Zellen des Immunsystems greifen die körpereigenen Haarwurzeln an, was eine Entzündung und schliesslich das Ausbleiben von Haarwuchs zur Folge hat.

Oftmals verschwinden die kahlen Stellen nach wenigen Monaten von alleine. Allerdings vernimmt die Erkrankung einen rezidivierenden Verlauf, das heisst, der Haarausfall kehrt nach einiger Zeit wieder, verschwindet dann erneut von alleine, und so weiter.

Dem Auftreten des Haarverlustes kann pharmakologisch entgegengewirkt werden, jedoch ist eine dauerhafte Heilung des kreisrunden Haarausfalls nicht möglich. Ausserdem können Kortisonsalben oder lokale Immunbehandlungen herangezogen werden.

Haarausfall bei Männern

Bei Männern tritt mit fortschreitendem Alter häufig die androgenetische Alopezie auf. Die ersten Anzeichen finden sich bereits in jüngeren Jahren an den Schläfen. Geheimratsecken entstehen und breiten sich mit der Zeit immer weiter in Richtung Hinterkopf aus. Der Haaransatz wandert sozusagen immer weiter nach hinten, bis ein Haarkranz am Hinterkopf übrigbleibt.

Die androgenetische Alopezie ist erblich bedingt. Eine erhöhte Konzentration an Dihydrotestosteron, ein Stoffwechselprodukt des Sexualhormons Testosteron, hemmt das Haarwachstum, bis die Haarfollikel in der Kopfhaut gänzlich absterben. Durch Medikamente kann das Entstehen von Dihydrotestosteron verringert werden und somit der Haarausfall verzögert, bzw. gestoppt werden. Auch Haartransplantationen sind ein mögliches Mittel der Wahl. Lesen Sie hier mehr zu den Methoden der Haartransplantation.

Haarausfall bei Frauen

Verlieren Frauen ihre Haare, so fallen diese meist nicht nach dem üblichen «männlichen Muster» aus.  Im Gegensatz zum männlichen androgenetischen Haarausfall bilden sich keine Geheimratsecken, die immer weiter nach hinten wandern, sondern die Haare fallen am Scheitel nach keinem bestimmtem Muster aus. Diese Erscheinung nennt man Haarausfall nach weiblichem Muster.

Der diffuse Haarausfall kann verschiedene Ursachen haben. So können ihm unter anderem Mangelerscheinungen aufgrund der Ernährung, hormonelle Veränderungen, oder auch Schilddrüsenerkrankungen zu Grunde liegen.

Die Behandlung variiert je nach Ursachenbefund. Mangelerscheinungen können zum Beispiel durch eine entsprechende Ernährung kompensiert werden. Medizinische Ursachen werden entsprechend therapiert, sodass das Symptom des Haarausfalls gelindert, beziehungsweise beseitigt wird.

Vernarbender Haarausfall (narbige Alopezie)

Erworbene entzündliche Erkrankungen der Kopfhaut, aufgrund einer Bakterien- oder Vireninfektion, einem Pilzbefall, oder auch als Reaktion auf mechanisch oder chemisch verursachte Verletzungen, können zur Narbenbildung und somit zum Ausbleiben des Haarwuchses führen. Diese Form des Haarausfalls nennt sich narbige Alopezie oder auch vernarbender Haarausfall. Die Behandlung liegt darin, die entzündliche Krankheit der Kopfhaut und deren Ursachen zu bekämpfen. Dies erfolgt mit einer medikamentösen Therapie, entweder lokal oder systemisch. Sind bereits Narben auf der Kopfhaut vorhanden, aus denen keine Haare mehr spriessen, so kann eine Haartransplantation vorgenommen werden.

Trichotillomanie

Ausbleibender Haarwuchs kann auch eine Folge psychischer Störungen sein. Hierbei reissen sich Betroffene selbst zwanghaft die Haare aus. Um diese Art des Haarausfalls in den Griff zu bekommen, ist eine Psychotherapie indiziert.

Dünnes und / oder trockenes Haar

Dünnes oder trockenes Haar kann ebenfalls vielerlei Gründe haben. Mangelzustände des Organismus, wie zum Beispiel zu wenig Vitamin D, zu wenige Aminosäuren oder Spurenelemente können sich am Haarbild äussern. Auch hormonelle Veränderungen und Schilddrüsenerkrankungen können zu brüchigem, dünnen Haar führen. Weitere mögliche Ursachen sind eine Übersäuerung des Körpers, Stress oder zu aggressive Pflegeprodukte.

Übermässiger Haarwuchs

Hirsutismus

Hirsutismus geht bei beiden Geschlechtern in der Regel auf einen hohen Testosteronspiegel zurück. Frauen (oder Kinder) haben Haarwuchs an Körperstellen, die normalerweise nur bei Männern behaart sind. So kann es zum Beispiel zu Bartwuchs oder Brustbehaarung kommen.

Die Behandlung erfolgt meist durch Antiandrogene, die dem männlichen Sexualhormon Testosteron entgegenwirken. Somit bildet sich das Symptom des starken Haarwuchses zurück. Auch kosmetische Behandlungen, wie dauerhafte Haarentfernung mit Laser, sind möglich.

Hypertrichose

Die Hypertrichose bezeichnet eine generalisierte Vermehrung der Körperhaare, ohne eine Bevorzugung der üblicherweise nur bei Männern (=androgenabhängigen) Regionen.

Die Behandlung kann je nach Ursache medikamentös, mechanisch (Epilation, Waxing), oder durch eine Lasertherapie erfolgen.