So kriegt jeder sein Fett weg

Jetzt gibt es CoolSculpting. Dermatologe Dr. med. Michael Gütling: «Damit haben Rettungsringe, Reiterhosen und schlaffe Oberarme keine Chance mehr.»

Sie sind normalgewichtig und sogar schlank, leiden aber trotzdem unter unschönen Fettpolstern? Sie nehmen erfolgreich ab, doch an bestimmten Stellen bleibt das Fett hartnäckig hängen? Dr. med. Michael Gütling, Facharzt Dermatologie am Pallas Zentrum in Winterthur: «Genau dafür ist die nicht-invasive Methode des CoolSculpting gedacht. Nicht als Alternative zum Abnehmen, sondern als Ergänzung für die Anpassung der Silhouette, um einzelne schwierige Fettpolster gezielt zu entfernen. Medizinisch nennt sich das Verfahren Kryolipolyse; Kryo steht für Kälte, Lipo für Fett und Lyse für Auflösen.

»Klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Wie muss man sich das vorstellen? «Beim CoolSculpting werden die Fettzellen eingefroren und durch den Kälteschock quasi zum Selbstmord angeregt. Der Zellkern erkennt die Schädigung und beginnt, die Zelle und sich selber abzubauen.» Welche Problemzonen können damit behandelt werden? «Jene am Bauch, die Rettungsringe, das Hüftgold, aber auch die Oberschenkelinnenseiten, die bekannten Reiterhosen und überschüssiges Fett an den Oberarmen. Das sind jene Areale, die man mit Diät und Sport kaum wegbekommt. Selbst wenn man am Verhungern wäre, würde der Körper das Fett dort nicht abbauen, sage ich jeweils etwas pointiert. Für die Kältebehandlung braucht es aber schon eine Mindestmenge an Fett. Das überschüssige Material muss nämlich angesaugt und zwischen zwei starke Kühlelemente geklemmt werden können. Mit der Hand kann ich beim Patienten ertasten, ob es machbar ist. Und das Allerbeste: Die Fettzellen sind danach für immer weg.»

Ist das sicher? «Ja. Jeder Mensch kommt mit einer bestimmten Anzahl an Fettzellen auf die Welt. Man kann sich die Zellen wie leere Taschen vorstellen. Treibt jemand viel Sport und isst vernünftig, bleiben die Taschen leer. Macht es jemand umgekehrt, werden die Taschen mit Fett gefüllt. Das Problem: Auf einzelne gefüllte Taschen greift der Körper trotz Sport oder Diät kaum mehr zu. Hier setzt CoolSculpting an. Es zerstört die Taschen und das Problem ist gelöst.»

Werden die umliegende Haut und das Gewebe durch die Kälte nicht ebenfalls zerstört? Dr. Gütling: «Gute Frage, aber nein. Das Fett kristallisiert bereits bei einer Temperatur von plus vier Grad Celsius. Die Haut hält das gut aus und erholt sich nach einer Zeit der Rötung vollständig.»

Autor
Pallas Kliniken
Publiziert am
14.02.2019
Kategorie
Wissen
Tags
Michael Gütling , CoolSculpting , Winterthur
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