Uveitis erfolgreich behandeln

Autoimmunerkrankungen oder Infektionen können eine Uveitis – eine Entzündung der Regenbogenhaut oder der Aderhaut des Auges – zur Folge haben.

Es gibt viele verschiedene Ausprägungen der Uveitis. Es können unterschiedliche Strukturen des Auges oder auch andere Organe von der Entzündung betroffen sein, und die Erkrankung kann akut, in Schüben oder chronisch auftreten. Mithilfe von Medikamenten lässt sich diese Entzündung erfolgreich therapieren. Unsere Expertinnen und Experten finden die für Sie passende Therapiemethode.


Key Facts

Behandlungsdauer:wenige Wochen bis viele Jahre
Kosten:individuell, je nach Uveitisverlauf und -schweregrad
Narkose:nicht nötig
Aufenthalt:ambulant
Nachbehandlung:individuell, je nach Uveitisverlauf
Gesellschaftsfähig:individuell

Erfahren Sie mehr über die Uveitis

Was ist eine Uveitis?

Als Uveitis bezeichnet man die Entzündung der Regenbogenhaut (Iris) oder der Aderhaut (Choroidea) des Auges. In den betroffenen Strukturen kommt es zu einer Ansammlung von Entzündungszellen und zu einer Ausschüttung von entzündlichen Botenstoffen (Zytokinen).

Welche Formen der Uveitis gibt es?

Je nachdem wo sich der Schwerpunkt der Entzündung befindet, spricht man von unterschiedlichen Formen der Uveitis.

  • Wenn das vordere Augensegment betroffen ist, wird die Entzündung anteriore Uveitis genannt. 
  • Ist vor allem der Glaskörper des Auges betroffen, spricht man von einer intermediären Uveitis. 
  • Befindet sich die Entzündung im hinteren Augensegment, handelt es sich um eine posteriore Uveitis. 
  • Falls das gesamte Auge entzündet ist, ist es eine Panuveitis.

Wie verläuft eine Uveitis?

Eine Uveitis kann in verschiedenen Verlaufsformen auftreten:

  • als einmalige Entzündung
  • schubweise (mehrere Entzündungsschübe)
  • als chronische Entzündung

Was sind die Ursachen für eine Uveitis?

Es gibt zwei Ursachen, die eine Uveitis zur Folge haben können:

  • eine Autoimmunerkrankung
  • eine Infektion

Bei Autoimmunerkrankungen greift das eigene Abwehrsystem körpereigene Strukturen und Gewebe an, da es diese fälschlicherweise als «fremd» erkennt. Wenn eine Autoimmunerkrankung der Grund für die Entzündung der Regenbogenhaut oder der Aderhaut ist, ist zumeist eine fehlgeleitete und überschiessende Entzündungsreaktion der Auslöser. Diese autoimmun-bedingten Entzündungen treten entweder isoliert am Auge oder im Zusammenhang mit systemischen Autoimmunerkrankungen auf, die auch andere Organe und Gewebe betreffen.

Welche Symptome zeigen sich bei einer Uveitis?

Abhängig davon, welcher Teil des Auges entzündet ist, zeigen sich unterschiedliche Symptome. Das können die folgenden sein:

  • Augenschmerzen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Augenrötungen
  • Mouches volantes («fliegende Mücken»)
  • Sehminderung
  • verzerrtes Sehen (Metamorphopsien)

Es ist bei gewissen Uveitisformen auch möglich, dass betroffene Personen lange Zeit keine Symptome aufweisen. In diesen Fällen kann es sein, dass Beschwerden erst mit dem Auftreten von Komplikationen, die durch die eigentliche Entzündung entstanden sind, wahrgenommen werden.

Was sollte man tun, wenn man an den Symptomen einer Uveitis leidet?

Treten die oben genannten Symptome auf, sollte man auf jeden Fall einen Termin beim Augenarzt vereinbaren. Bei diesem Termin werden dann eine umfassende Patientenbefragung (Anamnese), eine augenärztliche Untersuchung und weitere Abklärungen (zum Beispiel Labor) durchgeführt. Dies mit dem Ziel, die Uveitis einordnen und mögliche Ursachen entdecken zu können.

Wie kann man eine Uveitis vorbeugend behandeln?

Eine Uveitis kann im Zusammenhang mit rheumatologischen Erkrankungen auftreten. Wer dadurch ein erhöhtes Risiko für eine Uveitis aufweist, sollte regelmässig Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt (Screening-Untersuchungen) einplanen. Mithilfe von Spaltlampenuntersuchungen oder Augenhintergrunduntersuchungen können allfällige Entzündungen und deren Auswirkungen sicher diagnostiziert werden.

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Wie kann eine Uveitis behandelt werden?

Eine Uveitis wird mithilfe von Medikamenten behandelt. Je nach Lokalisation, Verlauf und Schweregrad der Entzündung werden verschiedene Augentropfen, Injektionen oder systemische Medikamente (zum Beispiel Tabletten oder Infusionen) angewendet. Wenn durch die Entzündung strukturelle Veränderungen des Auges auftreten (beispielsweise eine Trübung der Linse oder ein Katarakt), wird zuerst die Uveitis behandelt. Erst wenn die Entzündung unter Kontrolle ist, können strukturelle Veränderungen gegebenenfalls operativ behandelt werden. Dabei wird vorgängig immer eine sorgfältige Risiko-Nutzen-Abwägung durchgeführt.

Wie läuft die Behandlung einer Uveitis ab?

Bevor die Behandlung der Uveitis in Angriff genommen wird, sind gründliche Abklärungen erforderlich. Ist eine Infektion die Ursache, wird der Erreger gezielt behandelt, beispielsweise durch eine antivirale Therapie. Ist die Ursache dagegen eine Autoimmunerkrankung, wird eine Therapie gegen die Entzündung eingeleitet. Die Therapie wird der Form der Uveitis angepasst. Je nachdem wo sich die Entzündung befindet und ob auch noch andere Organe betroffen sind, wird entweder lokal oder systemisch therapiert.

Ist vor der Behandlung ein Beratungsgespräch notwendig?

Vor der Behandlung der Uveitis findet immer ein Beratungsgespräch statt. Dabei werden der bisherige Verlauf, die aktuellen Symptome, die bisherigen und aktuellen Therapien sowie allfällige Unverträglichkeiten und Nebenwirkungen von Medikamenten besprochen. Auch die Ziele der Behandlung und das Therapiekonzept werden detailliert besprochen. Insbesondere bei chronischen und schubweisen Uveitiden ist es entscheidend, dass Arzt oder Ärztin und Patient oder Patientin am selben Strang ziehen. Im Beratungsgespräch werden auch die weiteren Verlaufskontrollen festgelegt und die Patienten und Patientinnen werden über Warnsymptome informiert, damit eine Verschlechterung frühzeitig erkannt wird. 

Was ist das Ziel der Therapie?

Bei Autoimmunerkrankungen soll die Therapie die fehlgeleitete und überschiessende Entzündungsreaktion unterdrücken. Bei einer Uveitis, die schubweise verläuft, soll die Therapie künftige Schübe verhindern. Dadurch soll ausgeschlossen werden, dass die Entzündung unwiderrufliche Schäden des Auges verursacht oder eine bleibende Sehverschlechterung zur Folge hat. Bei einer Infektion wird der Erreger gezielt bekämpft.

Wann ist das Ergebnis der Therapie sichtbar?

Das hängt von der Lokalisation, der Verlaufsform und dem Schweregrad der Uveitis ab. Es können teilweise bereits innerhalb von wenigen Tagen und Wochen Erfolge festgestellt werden, die für die Patientin oder den Patienten spürbar und auch für die Augenärztin oder den Augenarzt in der Kontrolle erkennbar sind. 

Wie lange hält das Ergebnis der Therapie?

Das hängt von der Form der Uveitis ab:

  • Akute Uveitis: Mit einer intensiven Therapie wird der akute Entzündungsschub «durchbrochen», damit die Symptome rasch abklingen. 
  • Schubweise Uveitis: Bei dieser Form der Uveitis wird entweder gezielt während der einzelnen Schübe behandelt, damit diese rasch abklingen und keine Schäden hinterlassen, oder im Falle von sehr häufigen Schüben wird durch eine langfristige Basistherapie die Schubhäufigkeit und -schwere reduziert.
  • Chronische Uveitis: Bei dieser Form wird meistens eine langfristige medikamentöse Basistherapie angewendet, um die Entzündung kontrollieren zu können.

Welche Nebenwirkungen können bei der Therapie auftreten?

Die eingesetzten Medikamente können Nebenwirkungen zur Folge haben. Daher ist es wichtig, dass im Vorfeld der Therapie eine individuelle und sorgfältige Risiko-Nutzen-Abwägung durchgeführt und die Patientin oder der Patient über die Therapieziele und allfällige Risiken aufgeklärt wird.

Gibt es ergänzende Behandlungen oder Methoden?

Je nach Verlauf der Uveitis können ergänzende Therapien notwendig sein, beispielsweise augendrucksenkende Augentropfen oder Injektionen in den Glaskörperraum.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Grundsätzlich übernimmt die Grundversicherung der Krankenkasse die Kosten für die Untersuchung und die Therapie der Uveitis. In gewissen Fällen können jedoch modernste Therapieformen eingesetzt werden, die eventuell noch nicht kassenpflichtig sind. Solche Therapieentscheidungen basieren auf internationalen Behandlungsempfehlungen und Studienresultaten. Die Expertinnen und Experten der Pallas Kliniken werden in diesen Fällen für Sie das Gesuch für eine Kostengutsprache bei der Krankenkasse stellen.

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