Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) – Ursachen, Symptome und Behandlung

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist einer der häufigsten Ursachen für einen fortschreitenden Sehverlust im Alter.

Betroffene bemerken oft zuerst, dass Gesichter verschwimmen, gerade Linien verbogen erscheinen oder beim Lesen Buchstaben fehlen. Diese Veränderungen sind typische Symptome einer Makuladegeneration und sollten unbedingt augenärztlich abgeklärt werden.


Key Facts
Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Behandlungsdauer:30–60 Minuten
Kosten:Wird vom Krankenversicherer übernommen
Narkose:keine
Aufenthalt:ambulant
Gesellschaftsfähig:eingeschränkt für 3–4 Stunden bei Pupillenerweiterung

Was ist die Makula?

Die Makula – auch „gelber Fleck“ genannt – ist ein wenige Millimeter grosser Bereich in der Mitte der Netzhaut und verantwortlich für das scharfe Detailsehen. In der Makula sitzen rund sieben Millionen Sehzellen, die feine Strukturen und Farben erkennen lassen. Wenn diese Zellen geschädigt werden, verliert das Auge zunehmend die Fähigkeit, Details zu sehen – während das periphere Sehen meist erhalten bleibt.

Was ist eine altersbedingte Makuladegeneration?

Die altersbedingte Makuladegeneration, kurz AMD, ist eine chronische Erkrankung der Netzhaut. Dabei werden die empfindlichen Zellen im Bereich der Makula zunehmend geschädigt.

Infolgedessen verschlechtert sich vor allem das Sehen in der Mitte des Blickfeldes. Betroffene können beispielsweise Gesichter schlechter erkennen, Buchstaben beim Lesen übersehen oder gerade Linien verzerrt wahrnehmen. Das seitliche Sehen bleibt in der Regel erhalten. Eine AMD führt deshalb normalerweise nicht zu einer vollständigen Erblindung, kann die Selbstständigkeit im Alltag jedoch erheblich beeinträchtigen.

Die Erkrankung entwickelt sich häufig schleichend und kann ein oder beide Augen betreffen. Man unterscheidet zwischen der trockenen und der feuchten AMD, die unterschiedlich verlaufen und behandelt werden.

Was sind die Ursachen der altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Die genauen Ursachen der AMD sind komplex, doch mehrere Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung:

  • Alter: Das Risiko steigt ab dem 50. Lebensjahr deutlich an.
  • Erbliche Veranlagung: AMD tritt in manchen Familien gehäuft auf.
  • Rauchen: Nikotin vermindert die Durchblutung der Netzhaut und schädigt die Zellen.
  • Ungesunde Ernährung: Ein Mangel an Antioxidantien, Zink und Vitamin C kann das Risiko erhöhen.
  • Starke UV-Belastung: Sonnenlicht kann die empfindlichen Sehzellen zusätzlich beanspruchen.

Eine regelmässige Kontrolle beim Augenarzt ist besonders für Personen mit diesen Risikofaktoren empfehlenswert.

Formen der Makuladegeneration

Bei der AMD werden zwei Hauptformen unterschieden:

Trockene Makuladegeneration:
Diese Form entwickelt sich langsam und ist mit etwa 85 % aller Fälle die häufigste Variante. Dabei lagern sich Stoffwechselprodukte unter der Netzhaut ab (Drusen), wodurch die Sehzellen nach und nach absterben.

Feuchte Makuladegeneration:
Sie verläuft deutlich schneller. Dabei bilden sich unter der Netzhaut neue, undichte Blutgefässe, die Flüssigkeit oder Blut austreten lassen. Diese Schwellung führt zu einer schnellen Verschlechterung der Sehkraft und kann unbehandelt zur Erblindung führen.

Symptome einer Makuladegeneration

Die Symptome der AMD hängen vom Stadium und der Form der Erkrankung ab.

Typische Anzeichen sind:

  • Verzerrtes oder verschwommenes Sehen
  • Verschwundene Buchstaben oder Linien beim Lesen
  • Schwierigkeiten beim Erkennen von Gesichtern
  • Zentrale graue oder dunkle Flecken im Sichtfeld
  • Helligkeits- oder Kontrastverlust

Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, sollten Sie sofort einen Augenarzt aufsuchen. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration

Die Behandlung richtet sich nach der Form der Erkrankung:

Feuchte AMD:
Hier stehen moderne Medikamente (Anti-VEGF-Therapie) zur Verfügung. Diese werden ambulant von einem erfahrenen Augenarzt direkt in den Glaskörper des Auges injiziert. Die Therapie kann die Schwellung im Bereich der Makula reduzieren und das Fortschreiten der Erkrankung deutlich verlangsamen.

Mehr über die IVT-Therapie erfahren

Trockene AMD:
Für diese Form gibt es derzeit keine zugelassene spezifische Therapie. Dennoch kann der Verlauf durch eine gesunde Ernährung, Rauchstopp und spezielle Nahrungsergänzungsmittel positiv beeinflusst werden. Die Pallas Kliniken verfolgen laufend neue Forschungsansätze und klinische Studien, um Betroffenen die bestmögliche Behandlung bieten zu können.

Früherkennung der AMD mit dem Amsler-Gitter Test

Wenn gerade Linien plötzlich verbogen erscheinen

Amsler Gitter

Erklärung der Grafik

Der Amsler-Gitter-Test dient der Früherkennung einer AMD. Fixieren Sie den Punkt in der Mitte mit Leseabstand. Decken Sie zuerst das linke, dann das rechte Auge ab. Wenn alle Linien gerade und keine verschwommenen oder leeren Stellen vorhanden sind, haben Sie den Test bestanden. Diese Grafik dient nur als Beispiel. Für ein korrektes Ergebnis ist der Amsler-Gitter-Test physisch besser geeignet als auf einem Bildschirm.

Erfahren Sie mehr über die altersbedingte Makuladegeneration

Warum sehe ich in der Mitte plötzlich verschwommen oder verzerrt?

Wenn Sie in der Mitte Ihres Blickfelds unscharf oder verzerrt sehen, kann das ein Hinweis auf eine Erkrankung der Netzhaut sein – besonders auf eine altersbedingte Makuladegeneration, kurz AMD. Dabei wird die Makula, also der Bereich für das scharfe Sehen, langsam geschädigt.

Typisch ist, dass Buchstaben beim Lesen verschwimmen, Gesichter schwer zu erkennen sind oder gerade Linien plötzlich krumm wirken. Das seitliche Sehen bleibt oft lange erhalten. Eine augenärztliche Untersuchung kann schnell Klarheit schaffen.

Je früher AMD erkannt wird, desto besser kann das Fortschreiten gebremst werden.

Kann man die altersbedingte Makuladegeneration heilen?

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) kann derzeit nicht geheilt werden. Es gibt aber Behandlungen, mit denen sich das Fortschreiten der feuchten altersbedingten Makuladegeneration verlangsamen und das Sehvermögen möglichst lange erhalten lässt.

Was tun bei einer altersbedingten Makuladegeneration?

Bei einer altersbedingten Makuladegeneration ist es wichtig, so früh wie möglich eine augenärztliche Diagnose zu erhalten. Je nach Form der Erkrankung gibt es unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten.

  • Trockene AMD: Derzeit gibt es keine gezielte Therapie. In einigen Fällen können Nahrungsergänzungsmittel unterstützend wirken. Zudem sollte Rauchen vermieden werden, da es als grösster Risikofaktor gilt. Regelmässige augenärztliche Kontrollen sind wichtig, um einen möglichen Übergang zur feuchten Form frühzeitig zu erkennen.
  • Feuchte AMD: Hier stehen spezielle Medikamente zur Verfügung, die direkt in den Glaskörper des Auges gespritzt werden. Diese Injektionen helfen, die Schwellung in der Makula zu reduzieren und das Sehvermögen zu stabilisieren oder sogar zu verbessern. Die Häufigkeit der Behandlungen wird individuell mit dem Augenarzt besprochen.

Kann man einer altersbedingten Makuladegeneration vorbeugen?

Eine Makuladegeneration kann sowohl erblich bedingt als auch durch äussere Faktoren beeinflusst werden. Risikofaktoren wie Rauchen, ungesunde Ernährung und übermässige UV-Strahlung können die Erkrankung begünstigen. Um das Risiko zu minimieren, empfiehlt es sich:

  • Auf eine gesunde, vitaminreiche Ernährung zu achten
  • UV-Schutz für die Augen zu tragen (z.B. Sonnenbrille)
  • Das Rauchen zu vermeiden
  • Regelmässig augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen

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