Hornhauterkrankungen effektiv behandeln

Die Hornhaut übernimmt eine wichtige Schutzfunktion in unserem Auge.

Entsprechend wichtig ist es, dass die Hornhaut intakt ist. Doch das ist nicht immer der Fall. Es gibt eine Reihe von Hornhauterkrankungen, die jedoch allesamt von unseren Spezialisten behandelt werden können


Key Facts

Behandlungsdauer:individuell
Kosten:auf Anfrage
Narkose:lokal
Aufenthalt:ambulant
Nachbehandlung:individuell
Gesellschaftsfähig:wenige Tage

Erfahren Sie mehr über Hornhauterkrankungen

Was ist die Hornhaut?

Die Hornhaut bildet gemeinsam mit der Lederhaut die äussere Hülle des Augapfels. Sie sitzt in der Augenmitte rund um die Iris, geht dann im Randbereich in die Lederhaut über und schliesslich zur Bindehaut. Diese drei Komponenten schützen das Augeninnere vor äusseren Einflüssen wie Schmutz, Wind oder Regen sowie vor Infektionen. Die Hornhaut ist im gesunden Zustand völlig klar, sodass der Lichteintritt problemlos möglich ist. Hornhautentzündungen (Keratitis) und Hornhautverletzungen können die Sehfunktionen beeinträchtigen oder das Auge gar schädigen.

Welche Formen von Hornhauterkrankungen gibt es?

Es wird zwischen acht verschiedenen Formen der Hornhauterkrankungen unterschieden:

  • Bakterielle Hornhautentzündung: Die bakterielle Hornhautentzündung verläuft sehr schnell. Die Patienten bekommen ein gerötetes Auge, haben Schmerzen und leiden unter einer Sehverschlechterung. Häufig gehen der Infektion der Hornhaut leichte Verletzungen voraus, die zu einer Eröffnung der Hornhautoberfläche führen und so das Eindringen der Keime erleichtern.
  • Hornhautentzündungen durch Viren: Hornhautentzündungen durch Viren werden in der Regel vom Herpes-simplex-Virus (HSV) Typ I, Varizella-Zoster-Virus oder den Adenoviren verursacht. Entzündungen durch den Herpes-simplex-Virus entstehen meist aus einer bestehenden HSV-Infektion. Die Viren sind dauerhaft auf den Nervensträngen vorhanden und können dann durch verschiedene Auslöser wie UV-Strahlung oder Stress eine Entzündung verursachen.
  • Nicht-infektiöse Hornhautentzündung: Nicht-infektiöse Hornhautentzündungen sind sehr selten. Oft treten sie im Zusammenhang mit einem ausgeprägten trockenen Auge und einer veränderten Oberfläche der Hornhaut auf. Die Beschwerden sind ganz unterschiedlich, oft treten jedoch Schwankungen im Sehvermögen auf. In manchen Fällen tritt die nicht-infektiöse Hornhautentzündung im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen auf, wie zum Beispiel einer Autoimmunerkrankung.
  • Degenerative Veränderungen der Hornhaut: Degenerative Veränderungen der Hornhaut sind nicht immer krankhaft. Im Alter kommt es häufig zu einem sogenannten Greisenbogen (Arcus senilis), bei dem Fettstoffe am Randbereich der Hornhaut abgelagert werden. Eine Behandlung ist jedoch nicht erforderlich. Degenerative Veränderungen der Hornhaut können auch durch andere Augenerkrankungen ausgelöst werden. Lang andauernde Entzündungen des Augeninneren oder der Hornhaut können zu Kalkeinlagerungen führen (bandförmige Keratopathie).
  • Erbliche Veränderungen und Störungen der Hornhaut (Hornhautdystrophien): Bei Hornhautdystrophien handelt es sich um eine ganze Reihe unterschiedlicher Erkrankungen, die meist beidseitig auftreten. Die Diagnose ist relativ schnell und eindeutig.
  • Keratokonus: Diese teilweise genetisch bedingte Erkrankung der Hornhaut führt zu einer Verdünnung und Vorwölbung der zentralen Hornhaut. Die Hornhaut wölbt sich kegelartig nach aussen, was ein zunehmendes verzerrtes Sehen, einhergehend mit einer Kurzsichtigkeit zur Folge hat. Mit Hilfe harter Kontaktlinsen oder durch eine Anpassung der Brillengläser lässt sich dies bei den meisten Patienten ausgleichen. Der Keratokonus tritt am häufigsten zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auf, wobei Männer doppelt so häufig wie Frauen betroffen sind.  
  • Hornhautverletzungen: Hornhautverletzungen treten sehr oft auf, jedoch sind es häufig nur leichte Verletzungen. Verletzungen der Hornhaut sind immer sehr schmerzhaft, weil viele kleine Nervenendigungen von der Hornhaut bis in das Hornhautepithel reichen. Als Behandlung ist meist eine pflegende und evtl. antibiotische Augensalbe ausreichend. Schwere Verletzungen der Hornhaut entstehen meist durch spitze Gegenstände, die in das Auge gelangen. Wie schwer Ihr Auge verletzt ist, kann Ihr Arzt feststellen und er muss dann eventuell operativ eingreifen.
  • Medizinisch bedingte Verletzungen: Medikamente können die Hornhaut der Augen schädigen. Es spielt hierbei keine Rolle, ob diese in Tablettenform, als Tropfen oder via Infusion eingenommen wurden. Die in Medikamenten enthaltenen Konservierungsstoffe können die Oberfläche der Hornhaut verändern. Nicht nur das auf das Auge angewendete Medikament kann eine solche Schädigung hervorrufen. Auch Herzrhythmusstörungen werden mit entsprechenden Medikamenten behandelt, was zu Einlagerungen in der Hornhaut führen kann. Durch eine Operation am Auge werden das Augengewebe und die Hornhaut belastet. Dies trifft zum Beispiel bei der Behandlung eines Grauen Stars zu.

Welche Ursachen haben Hornhauterkrankungen?

Zu den Ursachen einer Hornhauterkrankung können entzündliche Prozesse infektiöser und nicht-infektiöser Natur, degenerative Veränderungen sowie erbliche Veränderungen und Störungen in Frage kommen. Überdies können Verletzungen und auch Veränderungen als Folge medizinischer Behandlung zu einer Hornhauterkrankung führen.

Welche Symptome zeigen sich bei einer Hornhauterkrankung?

Je nach Art und Schwere der Hornhauterkrankung zeichnen sich verschiedene Symptome ab. In der Regel leiden Patienten unter geröteten Augen, es kann zu Schmerzen oder gar einer Sehverschlechterung kommen. Eine Veränderung der Hornhautoberfläche und ein trockenes Auge sowie Schwankungen des Sehvermögens sind ebenfalls Anzeichen für eine Hornhauterkrankung.

Wie wird eine Hornhauterkrankung behandelt?

Es gibt viele unterschiedliche Behandlungsmethoden, die je nach Art und Schwere der Hornhautentzündung durchgeführt werden können. Bei einer bakteriellen Hornhautentzündung erfolgt eine antibakterielle Therapie, je nach Ausprägung und Keimart. Die Behandlung einer durch Viren verursachten Hornhautentzündung erfolgt mit Virustatika, die als Augentropfen, -salben, Tabletten oder auch durch eine Infusion verabreicht werden. Die nicht-infektiöse Hornhautentzündung wird durch Verabreichung künstlicher Tränen behandelt, während sich die Folgen eines Keratokonus mit Brille oder Kontaktlinsen korrigieren lassen. Ist die Sehschärfe durch Keratokonus so weit reduziert, dass auch mit Brille oder Kontaktlinse keine Sehverbesserung zu erzielen ist, besteht die Möglichkeit einer Hornhautverpflanzung. Eine weitere Methode zur Behandlung von Keratokonus-Patienten ist das Crosslinking: Man geht davon aus, dass bei Keratokonus-Betroffenen eine Störung der Kollagenfaser-Vernetzung in der Hornhaut vorliegt. Durch die Bestrahlung mit UV-Licht und das Einwirken einer medizinischen Lösung kann die Vernetzung und Stabilität der Kollagenfasern in der Hornhaut verbessert werden.

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Weshalb braucht es vor der Behandlung ein Beratungsgespräch?

Vor der Behandlung einer Hornhauterkrankung gibt es immer ein persönliches Beratungsgespräch mit dem Arzt oder der Ärztin, welche die Behandlung vornehmen wird. Dabei werden Sie über den genauen Ablauf der verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten sowie über mögliche Risiken und Nebenwirkungen informiert. Im Rahmen dieses Beratungsgesprächs wird auch ein individueller Behandlungsplan erstellt, damit ein optimales Ergebnis erzielt werden kann. 

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Interessieren Sie sich für die Behandlung einer Hornhauterkrankung?

Unsere Spezialisten klären Sie im persönlichen Gespräch gerne über die Behandlungsmethode auf. Geben Sie uns im Formular gerne Ihre Anliegen oder sonstige Bemerkungen an.

Selbstverständlich werden Ihre Daten bei uns streng vertraulich behandelt.

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